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Aktuelles

  • Yvette Andrea

Updated: Jun 17

Wer Meer hat braucht weniger - Tagesausflug nach Warnemünde. Eine kleine Auszeit für unsere Kolleginnen & Kollegen. Eine Bootstour, eine Fahrt mit der Bimmelbahn, ein leckerer Backfisch oder einfach nur gemütlich am Strand faulenzen - alle hatten einen erholsamen Tag und haben neben guter Laune auch ein bisschen Sonnenbrand mitgebracht!









Updated: Jun 15


Wie bereits angekündigt, werden ab dem 01. September 2022 völlig neue Lohnstrukturen in der Pflege (ambulant & stationär) geschaffen und die Pflege damit zu einem sehr gut bezahlten Beruf erhoben.


Entgegen meiner Erwartung, dass die veröffentlichten durchschnittlichen regionalen Stundenlöhne, errechnet aus allen vorhandenen Tarifwerken, korrigiert werden (da das Ergebnis rechnerisch eigentlich gar nicht nachvollziehbar und deutlich höher ist, als die zugrunde liegenden Tarife), gelten diese nun aber doch als Verhandlungsgrundlage mit den Kostenträgern, die der Anwendung zugestimmt haben und die Vergütungen der Pflegeleistungen entsprechend anheben werden.


Aktuell besteht formal noch bis Mitte Juni ein Gremienvorbehalt - aber das ist eigentlich nur noch eine Formsache - das Ganze gilt als beschlossen.


Das bedeutet in Zahlen, dass die Pflege für alle Patient:innen und Kostenträger rund 20% teurer wird. Darüber werden die Krankenkassen ihre Mitglieder in den nächsten Tagen selbst informieren, um sicherzustellen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass sich Pflegedienste oder Pflegeheime an den Patient:innen bereichern wollen, sondern dass der gesamte Erlös ausschließlich den Pflegekräften zugute kommt - und zwar mit Nachweis.


Sie müssen sich nun leider noch ein bisschen gedulden: Jedes Pflegeunternehmen muss nun einen Haustarif erarbeiten und gerechte und nachvollziehbare Lohnstrukturen schaffen, sich einem Tarif anlehnen oder dem AVR des BPA anschließen. Danach muss jede Firma bei den Krankenkassen einen Antrag auf Kostenübernahme stellen und sobald diese der neuen Lohnstruktur und der damit einhergehenden Erhöhung der Pflegeleistungen zugestimmt haben, können die Mitarbeiter:innen über Ihr neues Einkommen informiert werden. Das wird voraussichtlich bis spätestens Mitte August erfolgen - ab 01-09-2022 soll es ja dann gelten.








Was bedeutet das für SIE:

Jeder Arbeitgeber in der Pflege muss sich bis September einen für die eigene Region gültigen und von der AOK akzeptierten Tarif auswählen und seine Mitarbeiter:innen entsprechend vergüten. In Berlin stehen hier 5 verschiedene Tarife zur Verfügung, die in der Vergütungsstruktur sehr unterschiedlich sind.


Alternativ wurde aus allen Tarifen ein Durchschnittslohn gebildet, der ebenfalls als Entlohnungsgrundlage dienen darf. Der veröffentlichte Wert enthält allerdings einen groben Rechenfehler / Plausibilitätsfehler, der bislang nicht korrigiert wurde, so dass der Durchschnittswert nicht anwendbar ist.


Auch wir haben nun die Aufgabe, in dem Tarifdschungel ein gerechtes und attraktives Entgeltniveau zu erarbeiten.


Grundlage für die neue Lohnstruktur ist, dass die Krankenkassen diesen Mehraufwand tragen, indem die Preise für die einzelnen Pflegeleistungen angehoben werden. Nur wenn die Pflegeleistungen mit realistischen Preisen vergütet werden, können die Mitarbeiter:innen angemessen entlohnt werden. Im Klartext heißt das: die Patient:innen werden künftig deutlich mehr für die Pflegeleistungen bezahlen müssen – auf dem Balkon stehen und klatschen, reicht dann nicht mehr…


Die Verhandlungen zwischen den Berufsverbänden und den Krankenkassen laufen gerade auf Hochtouren und es ist aktuell nicht absehbar, wie das Ergebnis aussehen wird.


Aber ganz egal, wie die Entscheidung ausfällt, Sie dürfen sich auf eine merkliche Lohnerhöhung freuen, insbesondere, wenn sie schon viele Jahre in unserer Firma arbeiten, da wir einen Tarif wählen werden, der die Firmenzugehörigkeit besonders berücksichtigt.


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